Die Tricks der Surfer im Englischen Garten bestaunen, über den Marienplatz flanieren und der deutschen Geschichte auf den Grund gehen – viele Münchener Sehenswürdigkeiten können Touristen innerhalb von zwei Stunden erkunden. Zu Fuß. Die abp zeigt dir, wie.

WillKommen in München

…Touristen kommen jährlich nach München (Stand 2019). Neben Berlin und Hamburg ist München damit eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland.

Die Stadt lockt mit ihrer wunderschönen Architektur, einem hohen Freizeitwert und zahlreichen Attraktionen.

Fest steht: In München kannst du als Tourist immer wieder etwas Neues entdecken. Doch wenn du nur wenig Zeit vor Ort hast und das erste Mal in München bist, musst du natürlich priorisieren. Die gute Nachricht ist aber, dass ein großer Teil von München in nur zwei Stunden zu sehen ist – und eine detaillierte München-Reiseroute kann da hilfreich sein. Diese haben wir für dich zusammengestellt.

Besonders gut lernst du die Stadt kennen, indem du bei gutem Wetter zu Fuß unterwegs bist. Daher empfehlen wir unsere Route als Fußgänger abzulaufen. So siehst du nicht nur unsere Top-Sehenswürdigkeiten, sondern kannst auch das besondere Flair der Stadt erleben.

MarienPlatZ: Unser Startpunkt

Wir starten unsere Route am Marienplatz, dort gelangst du am besten mit der S- oder U-Bahn hin. Es fahren zum Beispiel die Linien S1 vom Flughafen, die U6 und U3 von Schwabing.

Der Marienplatz ist das Herz von München und bietet gleich mehrere Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck. Wenn du auf die Punkte in dem Foto klickst, erfährst du mehr über sie.

Das ganze Jahr über finden hier Veranstaltungen wie etwa der Christkindlmarkt oder das Stadtgründungsfest statt. Rund um den Platz findest du auch Geschäfte und Gastronomie, hier beginnt die Fußgängerzone und in nur wenigen Schritten erreichst du über die Kaufingerstraße die Frauenkirche.

Der Dom zu unserer Lieben Frau: Die "FrauenKirche"

Die Frauenkirche ist unser 2. Stopp – und eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Gleich am Eingang lohnt es sich, einen Blick auf den Boden zu werfen: Der schwarze Fußabdruck in der Eingangshalle stammt der Legende nach vom Teufel höchstpersönlich! Wie es dazu gekommen ist, erklärt euch der frühere Domzeremoniar

Die Frauenkirche wurde 1494 geweiht. Dass es sich um eine spätgotische Kirche handelt, kann man vor allem an den nach oben strebenden Pfeilern im Inneren erkennen. Sie ist 109 Meter lang und bietet Platz für rund 2.000 Menschen. Schaut euch doch mal im Inneren der Frauenkirche um: 

Weiter gehen wir über die Theatinerstraße in Richtung Norden. In weniger als zehn Minuten kommen wir so zu unserem nächsten Halt. 

odeonsPlatz und FeldherrnHalle: Schauplatz für Dunkle Geschichte

Die Feldherrnhalle am südlichen Ende des Odeonsplatzes ist eine klassizistische Loggia. Sie ist von 1841 bis 1844 nach Plänen von Friedrich von Gärtner als Denkmal für die Bayerische Armee errichtet worden. Gärtner war einer der bedeutendsten Baumeister im Königreich Bayern unter Ludwig I.

Am 9. November 1923 stoppte die Bayerische Polizei an der Feldherrnhalle am Odeonsplatz den Hitlerputsch. Dies war der Versuch von Adolf Hitler, die deutsche Regierung zu stürzen und sich zum Diktator des Deutschen Reichs zu erklären. Der Putsch mit einigen Tausenden bewaffneten Anhängern der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) war damit gescheitert. Hitler wurde daraufhin zu fünf Jahren Haft verurteilt und die NSDAP wurde offiziell verboten. Trotzdem kam die Partei 1933 in Deutschland an die Macht.

UniversitäT: Auf Historischen Spuren am GESCHWISTER-SCHOLL-PLATZ

Nur wenige Meter entfernt begehrten auch wenige Jahre später eine Gruppe gegen Hitler und Nazi-Deutschland auf: die Weiße Rose. Wenn du von dem Odeonsplatz der Ludwigstraße mit Blick in Richtung Siegestor folgst, erreichst du nach rund 900 Metern den Geschwister-Scholl-Platz, den Vorplatz der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Er wurde 1946 nach den Geschwistern Hans und Sophie Scholl benannt.

Diese wurden beim Auslegen von Flugblättern am 18. Februar 1943 in der Münchner Universität verhaftet. Mit ihnen wollten die Mitglieder der Weißen Rose zum Widerstand gegen das NS-Regime aufrufen.

Heute erinnern steinerne Nachbildungen der Flugblätter vor dem Haupteingang der Universität als Mahnmal an diese dunkle Stunde in der deutschen Geschichte.

Eisbach und Eisbachwelle: Das Surfer-Eldorado

Surfen in der Großstadt? Das geht! Münchens Eisbachwelle am südlichen Ende des Englischen Gartens gleich neben dem Haus der Kunst ist weltbekannt. Sie ist seit mehr als 40 Jahren Eldorado für Surfboard-Fans und gilt als die weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Nahezu ganzjährig kommen hier Surfer auf ihre Kosten, teils reisen sie extra wegen einer nassen Sporteinheit nach Bayern. Und auch für Touristen ist die Eisbachwelle ein echtes Must-see. Daher: Stop 5 unserer Tour.



"Surfen auf der Eisbachwelle ist ein guter Ausgleich fürs Stadtleben. Es macht den Kopf frei."

Surfer an der Eisbachwelle

Hofgarten: GRÜnes idyll am rande der altstadt

Auf der Prinzregentenstraße gehen wir nun etwa 350 Meter zurück in Richtung Altstadt. Dort lädt der Hofgarten zum Spazieren und Verweilen ein. Er entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts und ist Teil der Residenz, die Königen und Kurfürsten viele Jahrhunderte lang als Sitz diente. Touristen und Ur-Münchener kommen gleichermaßen gerne hierher und bewundern die Brunnen, Blumenbeete und den Dianatempel in der Mitte des Gartens. 

Am Platzl: "In München Steht ein Hofbräuhaus" - Seit über 500 Jahren

Bier und Schweinshaxe im Münchener Hofbräuhaus: Stop 7 auf unserer Reise durch die Münchener Innenstadt. Zu einer Stärkung am Ende unserer knackigen Sightseeing-Tour durch München, kehren wir ein im wohl berühmtesten Wirtshaus der Welt. Am Platzl hat es seine Heimat, bietet ein traditionsgeladenes Erlebnis der besonderen Art. Bei Volksmusik genießen wir lecker bayerische Schmankerl in urigem Ambiente.

Dieses Hinterteil gehört zur Figur des Engel Aloisius aus Ludwig Thomas Geschichte "Ein Münchner im Himmel" von 1911. In der Geschichte beschreibt Thoma auf humorvolle Weise das den Münchenern anhaftende Klischee des "Grantlers". Du findest den Engel Aloisius im Himmel des Hofbräuhauses. Hier kannst du dir seine Geschichte anschauen.

Rückkehr zum Marienplatz: Ende der Reise

Nach einer Stärkung machen wir uns wieder auf den Weg zum Marienplatz. Die kurze Strecke von knapp 300 Metern führt uns direkt zurück zu unserem Ausgangspunkt, an dem unsere heutige Reise endet.

Wir passieren noch einige sehenswerte Orte: Beim Verlassen des Platzls wenden wir den Blick nach rechts auf das Hardrock Café. Über die Sparkassenstraße gelangen wir in Richtung Viktualienmarkt, ein Feinschmecker-Hotspot im Zentrum der Stadt, und biegen rechts zum Marienplatz ab. Rechterhand sehen wir nun noch das Spielzeugmuseum mit seiner wunderschönen Sonnenuhr, bevor der Blick wieder auf das Neue Rathaus fällt. Gesättigt von Eindrücken und bayerischer Kost sind wir nun wieder zurück am Marienplatz.

Ein Rundgang von Carina Thomann, Katharina Müller und Sophia Just

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