„Wir sind in einer Gaskrise. Gas ist von nun an ein knappes Gut. Die Preise sind jetzt schon hoch, und wir müssen uns auf weitere Anstiege gefasst machen.“

Robert Habeck, Bundeswirtschafts- und klimaminister

Das Gebot der Stunde ist also: Energie sparen. Doch wo wird in einem durchschnittlichen Haushalt eigentlich Strom verbraucht?

Stromfresser Küche

Das Gas wird knapp. Rund 40 Prozent der Energie eines Haushalts werden in der Küche verbraucht. Wir verraten dir Tipps, wie du dort Energie sparen kannst.
Einige dieser Geräte sind echte Stromschlucker:

Dabei gibt es viele Möglichkeiten, um deinen Energieverbrauch zu reduzieren.

Tipp: Nudeln kochen in Zeiten der Energiekrise

Mit diesem Trick sparst du nicht nur Strom, sondern auch Handgriffe!

  • Beim Kochen von Kartoffeln und Gemüse lässt sich durch Dünsten ebenfalls Energie sparen: Da diese im Wasserdampf bei geschlossenem Deckel garen, reichen ein bis zwei Zentimeter Wasser im Topf. Das spart zum Beispiel bis zu zehn Prozent Energie für das Kochen der Lebensmittel.
  • Grundsätzlich gilt: rechtzeitig runter drehen zum Garen und einige Minuten vorher ausschalten, um die Nachwärme zu nutzen.

Tipp: Wasserkocher entkalken.
Ein stark verkalktes Gerät erhöht den Energieverbrauch um 10 Prozent.

Wenn du das Wasser vor dem Kochen im Wasserkocher erhitzt statt auf dem Herd und den Deckel danach beim Kochen auf dem Topf lässt, spart das Energie und schont den Geldbeutel. Laut Stiftung Warentest kostet dich das Erwärmen von 1,5 Liter Wasser auf einer Kochplatte 9 Cent, auf einer Glaskeramikplatte 6 Cent, dem Induktionskochfeld zwischen 3,15 und 6,2 Cent sowie im Wasserkocher 4 Cent.

Tipp: Stell keine warmen Speisen in den Kühlschrank,
das Herunterkühlen verbraucht bis zu 20 Prozent mehr Strom.

Lass die Tür nicht lange offen stehen, damit möglichst wenig Kälte entweicht.
  • Für die Lagerung der Lebensmittel reicht eine Temperatur von fünf bis sieben Grad. Jedes weitere Minusgrad verbraucht 6 Prozent mehr Strom. Empfindliche Lebensmittel und bestimmte Lebensmittel, die du länger aufbewahren willst, solltest du dabei in den kältesten Zonen des Kühlschranks aufbewahren. Süßes wie Marmelade oder in Essig eingelegtes kann in den wärmeren Zonen des Kühlschranks stehen.
  • Du kannst zudem dein Gefriergut zum Auftauen in den Kühlschrank legen, damit nutzt du die von den gefrorenen Lebensmitteln ausgehende Kälte für den Kühlschrank gleich mit. Der muss dann weniger arbeiten. Hast du ein Gefrierfach im Kühlschrank? Regelmäßiges Abtauen kann bis zu 40 Prozent des Stroms einsparen, auch beim Gefrierschrank.

Tipp: Kleingeräte verwenden statt Herd und Ofen

Ein Mikrowellenkombigerät muss beim Backen weniger Innenraum aufheizen als der Ofen.

Es ist sparsamer, Kleingeräte anstelle von Herd und Ofen zu nutzen. Das gilt für Eierkochen im Eierkocher und Toasten statt Aufbacken ebenso wie für Aufwärmen in der Mikrowelle oder dem Kuchen backen im Mikrowellenkombigerät.

Tipp: Auch beim Licht lässt sich einiges sparen

Schon beim Kauf kann es sich rentieren, Preise zu vergleichen und dabei die Lebensdauer in Betracht zu ziehen: LEDs leuchten durchschnittlich 20.000 bis 25.000 Stunden, bevor sie ihren Geist aufgeben. Bei Energiesparlampen liegt die Brenndauer bei durchschnittlich rund 10.000 Stunden.

Tipp: Mehrfachsteckdosen mit Off-Schalter verwenden

Und nicht vergessen: Geräte über die Steckerleiste ausschalten spart Standby-Strom

Off-Schalter drücken oder einfach mal den Stecker ziehen! Das Ladekabel nicht in der Steckdose vergessen!

Wer noch nicht genug hat, kann hier zum Schluss sein Wissen testen und vielleicht sogar ein paar Aha-Effekte zum Energiesparen erleben:

von Verena Moeckl und Marie Christin Wiens

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