Fleisch ist beliebt, vor allem in Deutschland. Dennoch sank der Fleischkonsum in Deutschland in den letzten Jahren. Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch war laut Umweltbundesamt in Deutschland im Jahr 2020 sogar so niedrig wie noch nie seit Beginn der Berechnung in 1989. Im Schnitt lag er bei 57,3 Kilogramm pro Person.

Fleisch hat ein Umweltproblem

Dabei ist Fleischkonsum mit einigen Problemen behaftet. Zum Beispiel werden für die Fleischproduktion Tiere in Massen gehalten, unter anderem Kühe. Wiederkäuer wie diese setzen Methan beim Verdauen frei. Oder, anders gesagt, sie pupsen und rülpsen es in die Atmosphäre. Dadurch verursacht eine Kuh spätestens alle 3 Minuten "Wind"; im Jahresdurchschnitt entsteht so über 100 Kilogramm Methan. Dies ist etwa so klimaschädlich wie der CO2-Ausstoß der bei 18.000 gefahrenen Autokilometern entsteht.

Wer aufmerksam durch Supermärkte streift, bemerkt bereits, dass sich das Sortiment über die Jahre verändert hat. Es finden sich zunehmend vegetarische und vegane Produkte in den Regalen. Wo einst Wurst und Salami die Kühltheken füllten, sind inzwischen viele Ersatzprodukte auf pflanzlicher Basis.

Aber wie steht es denn um die Menschen, deren Existenz vom Fleischkonsum abhängt? Wir haben Metzger Sylvio Weindinger aus München befragt, ob er bereits Veränderungen im Kaufverhalten seiner Kund:innen beobachtet.

Die große Auswahl an Fleisch und Fleischersatzprodukten ermöglicht Abwechslung in der Ernährung. Vegetarisch oder vegan zu leben ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Dennoch möchten viele Menschen nicht (ganz) auf Fleisch verzichten, sie reduzieren jedoch den Konsum zum Beispiel auf nur wenige Tage pro Woche, wie zum Beispiel Paul. Andere Menschen bevorzugen hingegen "weißes Fleisch" oder essen ausschließlich nach religiösen Regeln geschlachtete Tiere, wie das zum Beispiel bei Canar der Fall ist.

Flexitarisch zu leben - also hin und wieder Fleisch zu essen, aber sich ansonsten pflanzlich zu ernähren - wird zunehmend von Menschen praktiziert. Das kann viele Gründe haben. Bei Celine spielen dabei zum Beispiel auch Umweltaspekte eine Rolle. Dagegen ist weniger Tierleid einer der Hauptgründe für Verena, vegan zu leben und komplett auf tierische Produkte zu verzichten.

Wieviel Fleisch essen wir in Zukunft?

Jede:r von uns kann den eigenen Konsum hinterfragen, auch beim Fleisch. Vielleicht muss es nicht jeden Tag Fleisch sein, vielleicht ginge es sogar ganz ohne Fleisch. Wie stehst du dazu?

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